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Amerika Hondius, J.jr., 1631
kol. 50 x 37,5 cm
Copper Plate, Hand Colored

This excellent map of America appeared in multiple versions from 1618. This map was also used by Janszoon Blaeu. Two smaller maps are present of the North and South Poles. The depiction of Antaritica stretches all the way to Java. The upper edge of the North Pole shows the mythical Greenland, Iceland and the mythical Frifland.
Indirectly the information from the rounding of Cape Horn by the Dutch navigator Willem Cornelisz Schouten in 1616 is shown. This voyage had proven that Fuego is an island and not connected with Terra Australis. The oceans are alive with sea monsters and sailing ships. In the Pacific there is also a decorative design of a naval battle. On the right hand side the westerly coasts of Europe and Africa are shown. The bottom right contains a title cartouche with Jodocus Hondius.

Hondius removed the decorative elements depicting the edge of towns and natives that were present in Blaues editions, so that he could easily insert the map into an atlas. He also removed the references to his deceased brother then inserted his own address and publication information and dated the map from 1631. This map was published in 1633 for the first time in his "L'appendice" and in most subsequent editions of "Atlas Novus" it was included. Today a total of 5 versions of this map are known to exist. This one is the third edition.

Hondius first worked as an engraver and instrument maker in London. In 1593 he relocated to Amsterdam and began to publish maps and books. Around 1604 in conjunction with Cornelius Claesz, a major publisher of maps they bought the copper plates from Gerard Mecator. In 1606, they together published an expanded and revised vision of the Mercator Atlas. His sons Jodocus Jr. and Henricus, together with his brother in law Johann Janssonis continued to publish extended editions and multi volume atlases of the Mercator Atlas.

Reference
Tooley's Dictionary of Mapmakers, Early World Press, 2004
J Potter, Collecting Antique maps, London, 2001
P Burden, The Mapping of North America, Herts, 1996

Diese ausgezeichnete Karte vom amerikanischen Kontinent erschien ab 1618 in ähnlichen Ausführungen bei Jodocus Hondius Junior. Dieser hatte als Vorlage eine Ausgabe der Amerikakarte von Blaeu genutzt. Hondius verfeinerte die Darstellung durch die Insetkarten von den Polen. Unten links ein schönes Inset vom Südpol mit einer riesigen Landmasse in einer Ausdehnung bis Java. Am oberen Rand der Nordpol mit den Küstenlinien von Grönland, mit Island und dem mythischen Friesland. Ursprünglich war die Karte bei Blaeu auch Bestandteil eines Sets von insgesamt vier Karten. Hier sind bereits die Informationen der Kap Horn-Umrundung durch den holländischen Seefahrer Willem Cornelisz Schouten von 1616 verarbeitet. Diese hatte gezeigt, das Feuerland eine Insel und nicht verbunden mit der Terra australis ist. Die Ozeane sind belebt durch Meeresungeheuer und Segelschiffe. Im Pazifik sogar die dekorative Ausführung einer Seeschlacht. Am rechten Rand reicht die Darstellung bis nach Afrika und Europa. Unten rechts die Titelkartusche mit Datierung.Nachdem Jodocus Hondius verstarb, gelangte die Amerika-Platte in den Besitz von Henrik. Er entfernte die dekorativen Randelemente mit Darstellungen von Städten und Ureinwohnern um diese Karte leichter in seinen Atlas einfügen zu können. Weiterhin entfernte er die Hinweise auf seinen verstorbenen Bruder, fügte seine eigene Verlegeradresse ein und datierte auf 1631. Erstmals erschien die Karte schliesslich 1633 in seinem "L´appendice" und wurde in den meisten zukünftigen Editionen des "Atlas Novus" abgedruckt. Heute sind insgesamt 5 Zustände dieser Karte bekannt. Hier vorliegend der dritte Zustand von 1631.
Jodocus Hondius (1563 – 1612) erwarb 1604 die Druckplatten für den Mercator-Atlas und legte damit den Grundstein für den Aufstieg seines Verlagshauses. Er war 1584 vor den Spaniern nach London geflüchtet und hatte dort das Handwerk eines Graveurs und Instrumentenmachers gelernt. Er arbeitete auch für Speed und Waghenaer. 1593 zog er nach Amsterdam, wo er anfangs Wandkarten und Globen herstellte. Seine erste Ausgabe des Mercator-Hondius-Atlas erschien 1606.Sein Sohn Henricus (1597 – 1651) setzte zusammen mit seinem Schwiegersohn Joannes Janssonius (1588 – 1664) nach seinem Tod die Herausgabe von Globen und dem Mercator-Hondius-Atlas fort. Nach dem Tod von Henricus Hondius übernahm Joannes Janssonius die Leitung der Offizin. 1658 kam er mit seinem Großprojekt „Atlas Major“, in 9, 10 später 11 Bänden, seinem Konkurrenten Joan Blaeu zuvor. Auch mit der Herausgabe seriner Städtebücher übertraf er Blaeu. Janssonius hatte 1653 die Kupferplatten der „Civitates orbis terrarum“ von Braun-Hogenberg gekauft und 1657 in 8 Bänden 500 Kupferstiche von Städten der ganzen Welt veröffentlicht. Nach seinem Tod 1664 wurde der Verlag von seinen Erben unter der Leitung seines Schwiegersohnes Janssonius von Waesbergen weiter betrieben. 1676 wurden die Kupferplatten der Atlanten und Städteücher Janssonius’ versteigert. Später gelangten sie in den Besitz von P. Schenk und G. Valk.


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