Amerika Hondius, Jodocus, um 1620 kol. 50 x 37,3 cm Copper Plate, Hand Colored This is a beautiful map of America that was used in the first edition of the Mercator Atlas. The prominent cartouche at the bottom left shows indigenous peoples at a ceremony. They are preparing and drinking beverage. Explanatory text is provided in Latin. The presentation of this scene was based on explanations from Hans Staden, who had traveled in the area. On the top center is the title cartouche and the top left a cartouche celebrates the discovery of North America. Further Latin explanatory text details the map. The west coast of South America is generally accurate. With the expections of “Tierra del Fuego” which appears connected to the bottom of South America. North America is enlarged and inaccurate, however California is correctly shown as a peninsula. The mythical island of “Frifland” is shown, next to a small Greenland. The depiction of sea monsters, birds and native peoples in canoes gives the map a special appeal. In addition, many sailing ships are shown including ones of Asiatic design This map was published between 1606-1630 in several different editions. It was also used by Michael Mercator as a model in his 'America sive India Nova’. Hondius first worked as an engraver and instrument maker in London. In 1593 he relocated to Amsterdam and began to publish maps and books. Around 1604 in conjunction with Cornelius Claesz, a major publisher of maps they bought the copper plates from Gerard Mecator. In 1606, they together published an expanded and revised vision of the Mercator Atlas. His sons Jodocus Jr. and Henricus, together with his brother in law Johann Janssonis continued to publish extended editions and multi volume atlases of the Mercator Atlas. Reference Tooley's Dictionary of Mapmakers, Early World Press, 2004 Wunderschöne Karte von Amerika von dem berühmten holländischen Kartographen Jodocus Hondius (1563-1611). Er stach diese Karte für die erste Ausgabe des Mercatoratlas. Die große Kartusche unten links zeigt brasilianische Ureinwohner bei eine Zeremonie. Sie trinken und brauen ein Getränk. Ein lateinischer Text erklärt die Szenerie. Diese Darstellung geht auf Hans Staden zurück, der dieses Gebiet bereiste. In der Kartusche außerdem die Autorennennung mit Verlagsort. Oben mittig eine Rollwerkkartusche mit dem Titel. Links daneben eine Erklärungskartusche zur Entdeckung von Nordamerika. Weitere Texterklärungen verteilen sich auf der Karte.Die stereografische Projektion der Karte geht auf verschiedene Quellen zurück. Die Westküste von Südamerika ist schon sehr genau und korrekt wiedergegeben. Feuerland scheint als Bestandteil des Südkontinents noch mit dem südamerikanischen Kontinent verbunden zu sein. Nordamerika ist vergrößert dargestellt. Californien ist korrekt als Halbinsel wieder gegeben. Die Küstenlinien sind durchgehend mit Ortsnamen beschriftet. Neufundland ist in der damals typischen Form nach Plancius aufgeführt. Am oberen Rand die mythische Insel Friesland westlich von Island. Die Darstellung von Seeungeheuern, Vögeln und Ureinwohnern in Kanus verleiht der Karte einen besonderen Reiz. Daneben sind zahlreiche Segelschiffe dargestellt, die den Handel repräsentieren. Auch ist die Variation der Stilelemente auffallend. Es finden sich mehrere Schiffstypen als auch verschiedene Meerwesen. Die Schmuckszenen gehen auf die frühen Ausgaben von Bry´s "Grand Voyages" zurück. Die Karte erschien zwischen 1606 und 1630 in verschiedenen Editionen. Die Karte wurde bis 1630 von Michael Mercator als Vorlage seiner ´America sive India Nova` genutzt. Jodocus Hondius (1563 – 1612) erwarb 1604 die Druckplatten für den Mercator-Atlas und legte damit den Grundstein für den Aufstieg seines Verlagshauses. Er war 1584 vor den Spaniern nach London geflüchtet und hatte dort das Handwerk eines Graveurs und Instrumentenmachers gelernt. Er arbeitete auch für Speed und Waghenaer. 1593 zog er nach Amsterdam, wo er anfangs Wandkarten und Globen herstellte. Seine erste Ausgabe des Mercator-Hondius-Atlas erschien 1606.Sein Sohn Henricus (1597 – 1651) setzte zusammen mit seinem Schwiegersohn Joannes Janssonius (1588 – 1664 nach seinem Tod die Herausgabe von Globen und dem Mercator-Hondius-Atlas fort.Nach dem Tod von Henricus Hondius übernahm Joannes Janssonius die Leitung der Offizin. 1658 kam er mit seinem Großprojekt „Atlas Major“, in 9, 10 später 11 Bänden, seinem Konkurrenten Joan Blaeu zuvor.Auch mit der Herausgabe seriner Städtebücher übertraf er Blaeu.Janssonius hatte 1653 die Kupferplatten der „Civitates orbis terrarum“ von Braun-Hogenberg gekauft und 1657 in 8 Bänden 500 Kupferstiche von Städten der ganzen Welt veröffentlicht.Nach seinem Tod 1664 wurde der Verlag von seinen Erben unter der Leitung seines Schwiegersohnes Janssonius von Waesbergen weiter betrieben.1676 wurden die Kupferplatten der Atlanten und Städteücher Janssonius’ versteigert. Später gelangten sie in den Besitz von P. Schenk und G. Valk.Literatur: Burden.