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Nordpazifik / Rußland / Nordamerika
Ptolemäus / Magini, ca. 1608, 17,1 x 12,7cm 1
North Pasfic / Russia / North America

Copper Plate, Hand Colored

Tartariae Imperiuim : Empire of the Tartars

This is a early presentation of a map depicting large parts of Asia. The principle area shown is Central Asia, which is labeled as the "Land of the Tartars". “The Tartars” and “Tartaria” were common names used in Medieval Europe for the area north of China and east of the Grand Duchy of Moscow. There was never a formal fixed country with this name. Tatars are different population groups that were located in several regions of the world, in eastern Siberia north-east of present-day People's Republic of China and the Crimea.

Other regions illustrated in the Tartar world are Persia, China, Japan and part of North America. China is shown as elongated and narrow. Japan is depicted to the south and whose borders almost extend across the Bering Sea to California. Interestingly, the Korean Peninsula is completely absent. Present are two decorative cartouches in the upper right and lower left with text in Latin.

Giovanni Antonio Magini (1555-1617) was born in Padua Italy. After studying medicine, mathematics, astronomy and philosophy in Bologna, he worked as an astronomy professor and devoted himself time and again to cartography. The map was from Giovanni Antonio Magini’s edition of Ptolemy's "Geographia". It is the second edition of the map plate that was printed in 1597 for the first time by the engraver Peter Keschedt in Cologne for Magini. This map was a direct reference to the work of Abraham Ortelius in 1570.

In 1596 Magini produced his new revised edition of Ptolemy's "Geographia". In 1597 this was followed by the Cologne edition of this work. The classical cartographer Claudius Ptolemy (90-168 AD) was a Greek mathematician, geographer, astronomer, astrologer and philosopher, and probably worked in Alexandria. His most important work "Geography Outline" was better known

as "Geographia". This is the principle classical period atlas style publication of the ancient world."Geographia" contained 27 maps (1x world, 10x Europe, 4x Africa and 12x Asia) and descriptions of about 8,000 places. It used an innovative system of coordinates and was one of the first attempts to present the earth as round.

Like many ancient works, original copies of this atlas were lost and then rediscovered by the Western world in the 14th Century during the early Renaissance period. Representations of Ptolemy’s work were used as the basis for many maps that were printed in numerous editions throughout Europe. It was not until the 16th Century that cartographers broke away from a geocentric ‘Ptolemaic’ world view and started to draw on new found discoveries and methods to represent the world.

Reference
Tooley's Dictionary of Mapmakers, Early World Press, 2004


Dieser kleinformatige Stich zeigt große Teile Asiens in einer frühen Darstellungsweise. Die Gebiete sind spärlich und für unsere heutigen Verhältnisse ungenau kartiert. Gezeigt wird Zentralasien, das oft, wie in dieser Karte auch, als „Land der Tartaren“ bezeichnet wird, obwohl es nie ein offizielles, festbegrenztes Land mit diesem Namen gab, denn Tartaren sind verschiedene Bevölkerungsgruppen, die in mehreren Regionen der Welt beheimatet waren und sind (unter anderem im Osten Sibiriens, im Nordosten der heutigen Volksrepublik China und auf der Krim). Ein eigenständiges Land besiedelten sie nie. Umgeben wird Zentralasien vom Großfürstentum Moskau, illustriert mit einem Tartarenzelt, Persien und China. Es folgen Japan und Ausläufer Nordamerikas. Während China langgestreckt und schmal abgebildet ist, wurde Japan überproportioniert und grenzt südlich der Straße von Anian beinahe an Kalifornien. Als Ornament dienen zwei dekorative Kartuschen. Rechts oben die Titelkartusche, links unten ein Text in lateinischer Sprache je in einer Rollwerkrahmung. Weitere Inschriften übersäen die gesamte Karte und informieren über Geographie und Landeskunde. Auf der Rückseite befindet sich ein Text in lateinischer Sprache.

Die Karte stammt aus Giovanni Antonio Maginis Ausgabe der ptolemäischen „Geographia“. Es ist die zweite Auflage der Platte, die 1597 zum ersten Mal von dem Kupferstecher Petrus Keschedt in Köln für Magini gestochen und gedruckt wurde. Als direkte Vorlage zu dieser Tartarien-Karte diente eine Arbeit von Abraham Ortelius von 1570. Magini verkürzte seine Fassung um einige Informationen.

Der Italiener Giovanni Antonio Magini (1555-1617) wurde in Padua geboren. Nach einem Studium der Medizin, Mathematik, Astronomie und Philosophie in Bologna, arbeitete er als Astronomie-Professor und widmete sich immer wieder der Kartographie.1596 gab er in Venedig seine neue Ausgabe der ptolemäischen „Geographia“ heraus. 1597 folgte seine Kölner Ausgabe. Bis 1621 gaben zuerst er, dann sein Sohn Fabio, weitere Auflagen heraus. Ein weiteres Werk von Magini, wohl eines seiner wichtigsten, ist der erste gedruckte Atlas von Italien, dessen Veröffentlichung er nicht mehr erlebte. Einige dieser Karten wurden von anderen bekannten Kartographen verwendet, darunter Ortelius und Blaeu. Zu Abraham Ortelius pflegte Magini dauerhaften Kontakt.

Claudius Ptolemäus (90-168) war griechischer Mathematiker, Geograph, Astronom, Astrologe und Philosoph und vermutlich in Alexandria tätig. Er befasste sich mit der Kartographie der damals bekannten Welt. Sein Wissen gab er in der „Geographike Hyphegesis“, besser bekannt als „Geographia“, heraus. Dieses Werk gilt als einziger, überlieferter Atlas der Antike. Er beruht in einzelnen Teilen auf älteren Quellen, die nicht mehr erhalten sind. Doch ist die „Geographia“ kein Atlas in heutigem Sinne. Bei diesem Buch handelt es sich um eine rein schriftliche Darstellung. Die insgesamt 27 „Karten“ (1x Welt, 10x Europa, 4x Afrika und 12x Asien) enthalten Beschreibungen zu ca. 8000 Orten, ein innovatives Koordinatensystem und den ersten Versuch, die Erde als Kugel darzustellen. Wie viele Werke der Antike ging dieser Atlas verloren, wurde aber im 14. Jahrhundert durch Humanisten wieder entdeckt und als Grundlage für mittelalterliche Karten verwendet, die in zahlreichen Auflagen europaweit gedruckt wurden. Erst im 16. Jahrhundert lösten sich Kartographen vom geozentrischen „Ptolemäischen Weltbild“ und begannen nach eigenen Erkenntnissen, die Welt darzustellen.

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